Osteopathie

Geschichte der Osteopathie

Die osteopathische Geschichte beginnt mit dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still, der nach über 10-jähriger Forschungsarbeit die Osteopathie in ihrer Methodik und Fachlichkeit begründet hat. Ein von der klassischen Schulmedizin seiner Zeit völlig enttäuschter Still, der hilflos mit ansehen musste, wie einige seiner eigenen Kinder starben, ohne dass ein Arzt ihnen helfen konnte, beschloss, ein völlig neues Therapiekonzept zu entwickeln und entwickelte somit die Osteopathie. Dr. Still konnte den Patienten helfen, ihre eigenen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und lehrte uns, Patienten nicht nur symptombezogen, sondern ganzheitlich zu behandeln. Eine völlig neue Medizin war geboren. Das von Still gegründete „College of Osteopathic Medicine“ in Missouri/USA steht noch heute.

In Europa begann alles mit J. Martin Littlejohn, einem Schüler Dr. Stills, der die erste europäische Osteopathie Schule 1917 in London eröffnete.

William Garner Sutherland, der auch Schüler Dr. Stills war, entdeckte den kranialen Rhythmus und begründete so die kraniosakrale Osteopathie.

Dr. Fred Mitchell war der Entwickler der in der Osteopathie häufig genutzten Muskel-Energie-Techniken (MET).

Anatomieunterricht

Dr. Jones brachte die von ihm erfundene sanfte Therapie der sogenannten Tenderpoints in die Osteopathie.

In Frankreich machte sich vor allem Jean Pierre Baral eine Namen mit der Entwicklung der Visceralen Osteopathie.

Moderne Osteopathen wie Leon Chaitow oder Moshe Kastiel führen die Entwicklung der Osteopathie weiter und bringen neue Themen in die Evolution des Osteopathischen Heilens.

Das Osteopathie Institut Hamburg versteht sich als Teil dieser Tradition und freut sich auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

Osteopathische Grundphilosophie

Eine Behandlungstechnik wird gezeigt.

In der Osteopathie gehen wir davon aus, dass durch Palpation und Inspektion somatische, also körperliche, Einschränkungen und Veränderungen erkenn- und diagnostizierbar sind.

Die Zusammenhänge zwischen Skelett, Muskeln, Bändern, Organen und Nerven und dem Herz-Kreislauf-System ergeben die Notwendigkeit, nicht symptombezogen, sondern ganzheitliche zu behandeln.

Als Osteopath sucht man die Veränderung in den Strukturen des Körpers, um Rückschlüsse auf eventuelle Funktionsverluste oder Minderungen zu bekommen.

So steht bei jeder Untersuchungen und Behandlung der Patient im Vordergrund. Die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und zu stärken ist eines der Hauptkonzepte der osteopathischen Medizin. Dies ist eine der Grundprinzipien der Osteopathie. Zusammen mit den Konzepten, dass

  1. Funktion und Struktur einander bedingen, dass
  2. Menschen als Einheit von Geist, Körper und Seele zu sehen sind und dass
  3. holistisch gearbeitet werden muss,

bildet dieses Prinzip die Eckpfeiler der osteopathischen Medizin.

Osteopathie ist die Medizin, die beim Knochen (Osteo) beginnt, also bei der Ursache der meisten Krankheiten, und beim Pathos, also beim Leiden endet.

Wir harmonisieren die einzelne Systeme, die aus dem Gleichgewicht gekommen sind, wieder miteinander.